Montag, 30. November 2009
Neue Studie über Nebenwirkungen von Champix
Hintergrund für die Untersuchung sind die weltweit zahlreichen Meldungen, dass die Raucher-Entwöhnungstherapien mit Champix und Zyban Stimmungsschwankungen und Suizide auslösen können, weshalb zum Beispiel die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA mehrere Warnungen aussprach und die Hersteller zur Änderung der in Beipackzetteln aufgeführten Nebenwirkungen verpflichtete.
Die aktuelle Studie kam zum Ergebnis, dass der Champix-Wirkstoff Vareniclin keine signifikante Steigerung von Depressionen oder Selbstmordgedanken ergeben habe. Gleichzeitig berichten die Autoren der Untersuchung jedoch, dass die Aussagekraft der Studie methodisch bedingt etwas limitiert sei.
Quellen:
Medizin und Meinung vom 09.11.2009: Sicherheit der Rauchentwöhnung mit Champix
BMJ vom 01.10.2009: Varenicline and suicidal behaviour
DrugWatch.com vom 18.10.2009: Study reveals Chantix...
Dem gebeutelten Nikotinsüchtigen nimmt die Studie damit leider nicht die Unsicherheit, ob er Champix ausprobieren soll oder besser die Finger davon lässt. Darüber hinaus wurde das Medikament in der Studie nur auf die genannten psychischen Nebenwirkungen hin untersucht, jedoch nicht bezüglich weiterer Nebenwirkungen, wie z.B. Unfälle und Verletzungen aufgrund von Bewußtlosigkeit, Verwirrtheit und Schläfrigkeit, Pilzinfektionen, Bluthochdruck, Herzrythmusstörungen, Muskelkrämpfe und -spastiken, Sehstörungen, leichte bis schwere Hautreaktionen, Zysten, Diabetis etc.
Es stellt sich weiter die Frage, ob die zitierte Studie wirklich objektiv ist, zumal sie gemäß der Autoren von der britischen Arzneimittelzulassungsbehörde MHRA mitfinanziert wurde. Die Behörde steht in der Kritik, als einzige europäische Zulassungsbehörde ein kommerzieller Betrieb zu sein, der auf Gebühreneinnahmen durch Medikamentenzulassungen angewiesen ist.
Quellen:
BMJ vom 01.10.2009: Varenicline and suicidal behaviour
Wikipedia: MHRA, britische Arzneimittelzulassungsbehörde
Neben dem einleitenden Selbsttest mit Champix versucht dieses Blog die verschiedenen Meldungen über Wirksamkeit, Neben- und Wechselwirkungen sowie die Entwicklung des Medikaments seit seiner Zulassung gegenüber zu stellen. Einige Kommentatoren haben die Form der Gegenüberstellung kritisiert, da sowohl objektive als auch subjektive Berichte und Aussagen herangezogen werden. Es sei an dieser Stelle nochmals ausdrücklich betont, dass mit diesen Informationen keine Hetzkampagne gegen das Medikament oder den Hersteller geführt wird. Rauchen ist erwiesenermaßen tödlich und Champix hilft tatsächlich bei der Nikotinenwöhnung. Dem Verbraucher soll die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst ein Bild von Nutzen und Risiko des Medikaments machen zu können.
Montag, 13. Juli 2009
Warnhinweise auf Champix- und Zyban-Packungen
Hintergrund für diese scharfen Maßnahmen bezüglich des Entwöhnungsmittels Champix ist, dass seit der Medikamentenzulassung 98 Selbstmorde und 188 Suizidversuche im Zusammenhang mit dem Champix-Wirkstoff Vareniclin gemeldet wurden.
In Europa wurden den Herstellerunternehmen Pfizer (Champix) und Zyban (Glaxo Smith Kline) solche Auflagen bisher nicht gemacht; sie müssen lediglich in den Beipackzetteln auf mögliche Stimmungsveränderungen, wie sie auch bei normalem Nikotinentzug entstehen können, hinweisen.
Quellen:
New York Times vom 01.07.2009: Suicide Warnings
Sueddeutsche.de vom 02.07.2009: Nebenwirkung Suizid
Montag, 7. Juli 2008
FDA-Warnung
Lesen Sie die FDA-Warnung hier: FDA vom 16.05.08
Dienstag, 24. Juni 2008
Warnung vor Nebenwirkungen
Unfälle und Verletzungen aufgrund von Bewußtlosigkeit, Verwirrtheit und Schläfrigkeit
Sehstörungen die auch Unfälle und Verletzungen hervorrufen können
Herzrythmusstörungen
Muskelkrämpfe und - spastiken
Leichte bis schwere Hautreaktionen mit Schwellungen, Blasen und Abschuppungen.
Diabetes
Laut der aktuellen Studie gingen bei der amerikanischen Zulassungsbehörde im letzten Quartal 2007 mehr Meldungen über Nebenwirkungen durch die Einnahme Champix (Chantix) ein, als für irgendein anderes Medikament. Zudem werden in den USA mittlerweile 78 Todesfälle, darunter 28 Selbstmorde, mit der Anti-Raucherpille in Verbindung gebracht. Lesen Sie hier den Studienbericht in englischer Sprache: Report ISMP
Der Bericht ist die reinste Horrormeldung und erklärt auch die seltsamen Nebenwirkungen, die während meiner Einnahme von Champix auftraten und ich zunächst überhaupt nicht mit der Antiraucherpille in Verbindung gebracht hatte, wie Aggressionen, Sehstörungen, Geschmacksstörungen, erhöhter Blutdruck und das Ausufern einer Pilzerkrankung. Heute bin ich sehr froh, dass ich die Champix-Behandlung abgebrochen habe und die gesundheitlichen Störungen wieder vollständig verschwunden sind. Gegen das Rauchen kämpfe ich allerdings immer noch und werde den Kampf auch nicht aufgeben. Zwischenzeitlich habe ich Nikotinpflaster und Akupunktur versucht. Stets hat es einige Tage bis maximal zwei Wochen funktioniert und dann kam doch wieder der Rückfall, insbesondere wenn ich mal ein Bier getrunken hatte und unter Rauchern war, wie zum Beispiel letzte Woche zur Fußball-Europameisterschaft 2008. Es gibt zahlreiche Hilfsmittel zur Rauchentwöhnung, aber Nichtraucher sein fängt eben vor allem im Kopf an.
Montag, 3. Dezember 2007
TODESFÄLLE DURCH CHAMPIX?
Insbesondere in den US-Medien wird aktuell darüber diskutiert, dass die Pille gegen das Rauchen auch Gewaltphantasien und Suizidwünsche eventuell im Zusammenhang mit Alkoholgenuß hervorrufen könne. Die Debatte in den USA entzündete sich nach dem tragischen Tod des Musikers Carter Albrecht, der angeblich durch die Einnahme von Champix und unter Alkoholeinfluß gewalttätig zu seinen Mitmenschen war und schließlich von einem Hausbesitzer erschossen wurde.
Gleichzeitig mehren sich im Internet Berichte von Alpträumen, Gewalttätigkeiten, Selbstmordgedanken und Selbstmorden unter Einnahme von Champix, teils in Verbindung mit Alkoholgenuss, wohingegen in anderen Berichten die Meinung vertreten wird, dass Champix auch gegen Alkoholabhängigkeit wirken könne. Zudem wird behauptet, dass Pfizer teils bekannte Nebenwirkungen im Beipackzettel verschwiegen bzw. abgeschwächt habe.
In den USA wurde von der Food and Drug Administration nach ca. 5.000 Beschwerden über Nebenwirkungen eine Untersuchung eingeleitet.
Quellen: Der Spiegel, Nr. 49 vom 03.12.2007, Seite 141 / Spiegel-Online vom 03.12.2007
Während meiner 48-tägigen Einnahme von Champix hatten sich meine Träume zwar intensiviert, jedoch waren sie nicht negativ und ich war auch nicht deprimiert oder aggressiver. Selbstmord habe ich auch noch nicht begangen. Probleme hatte ich allerdings mit der permanenten Übelkeit und möglichen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme anderer Medikamente, weshalb ich Champix schließlich abgesetzt und leider wieder mit dem Rauchen angefangen habe. Bereits vor den Horrormeldungen hatte ich oft über etwaige Nebenwirkungen von Champix nachgedacht, insbesondere weil über das neue Medikament keine Langzeitstudien vorliegen und von daher mögliche Gefahren eventuell nicht bekannt sind.
Ich war sehr erschrocken über die aktuellen Berichte hinsichtlich etwaiger Nebenwirkungen von Champix, auch wenn ich deren Wahrheitsgehalt nicht überprüfen oder bestätigen kann. Champix möchte ich nicht völlig verteufeln, da es bestimmt vielen Rauchern geholfen hat, von den Glimmstängeln los zu kommen. Ich erachte es jedoch als wichtig, dass sich Raucher vor der Nikotinentwöhnung über verschiedene Methoden informieren, um die richtige Wahl treffen zu können. Beurteilen Sie selbst die aktuelle Diskussion über Champix anhand der folgenden Links:
Berichte über Champix-Skandal:
BooCompany
Gesundheit Blogger
Champix Beipackzettel:
BooCompany
Champix hilft angeblich auch gegen Alkohol- und Spielsucht:
Pressetext.de
Suchtmittel.de